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Brennstoffeinsparung

Mehr als 1.500 Tanker, Container, Bulk Carrier, LNG-Carriern, aber auch Binnenschiffe profitieren bereits von einer derartigen Bestückung. Die Shell AG, die 14 Tanker nachrüsten ließ, errechnete Treibstoffeinsparungen zwischen 1 bis 7 t/Tag. Bei einem Schwerölpreis von 450 $/Tag, einer Fahrtzeit von 200 Tagen/Jahr und einem Einsparungsmittelwert von 4 t/Tag ergeben sich im Mittel Betriebskosteneinsparungen je Schiff und Jahr von 360.000 $.

Um die enormen Einsparungen zu verdeutlichen führen wir im folgenden Berechnungen,  basierend auf Messungen an 35 Großausführungen eines 2500 TEU Containerschiffes mit 21.560 kW Leistung an (Bunkerpreis Treibstoff: Stand Frühjahr 2008, Einmalige Investitonskosten ca. 105.000,00 €)

  • Hamburg / Sydney 11.800 Seemeilen
    27.000,00 € Einsparung Treibstoffkosten 253 to CO2 Reduktion
  • Hamburg / Singapore 8541 Seemeilen
    19.000,00 € Einsparung Treibstoffkosten 184 to CO2 Reduktion
  • Hamburg / Hong Kong 9950 Seemeilen
    22.000,00 € Einsparung Treibstoffkosten 214 to CO2 Reduktion

 

 

Weitere Einsparungen

In Geld schlagen aber nicht nur die Energiekosten zu Buche. Auch der Abbau von Ermüdungserscheinungen in Form von Anrissen und Rissen – Schäden aufgrund der Schwingungsbelastung – dürfte sich in Betriebskosteneinsparungen (Wartung und Reparatur) ausdrücken. Am Institut „Entwerfen von Schiffen und Schiffssicherheit“ der Technischen Universität Hamburg-Harburg ist man zwar der Meinung, dass derartige Anbauten für moderne Entwürfe die falsche Richtung seien – Professor Dr.-Ing. Stefan Krüger: „Zustromausgleichsdüsen können vielleicht 50 oder 60 Prozent von den Verlusten eines schlecht angeströmten Propellers zurückholen, intelligenter ist es, von vornherein solche Verluste zu vermeiden“ –, gibt aber zu, dass wahrscheinlich sehr viele klobige Unterwasserformen auf den Weltmeeren herumfahren, die zur Leistungssteigerung und Vibrationssenkung durchaus eine Anströmungsverbesserung vertragen würden.

Den Leistungs- und Geschwindigkeitszuwachs mit einer additiven Schneekluth-Düse protokollierte u.a. die Tankreederei Karl Büttner, Bremen. Sie betreibt gegenwärtig elf Öl-, Produkten- und Chemiekalien-Tanker in der Größenordnung zwischen 13.500 und 24.000 tdw. Der Vergleich an zwei Neubauten der 15.000-tdw-Klasse mit einer Propellerleistung von 5.400 kW sollte über die Wirksamkeit der Venturi-Halbschalen und ihre Wirtschaftlichkeit aufklären. Das Ergebnis: Rechnerisch verbraucht die „Lemonia“ mit Spoiler und Zustromausgleich 2,6 t Schweröl pro Tag weniger als die „Levana“.

Die Messereihen entstammen Werftprobefahrten. Wortwörtlich steht im Report: „Es fällt auf, dass auf ‚MT Lemonia’ die Vibration im Hinterschiff merklich geringer ist und der Speed sich um 0,5 kn erhöhte.“ 2,6 t Brennstoff kosten cirka 1.000 $. Die Installationskosten von rund 70.000 € (ca. 84.000 $) haben sich demnach nach knapp einem halben Jahr bereits amortisiert. Die Völligkeit eines Unterwasserrisses geht maßgeblich in den Zeitraum der Refinanzierung ein. Bei einem Blockkoeffizienz Cb größer 0,7 dürften die Leistungseinsparungen für konvexe Wasserlinien zwischen 3 und 8 Prozent und für konkave Wasserlinien bei 3 bis 5 Prozent liegen.

 

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